17 Highlights der Snæfellsnes Halbinsel

Die Snæfellsnes Halbinsel ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Meine persönliche Empfehlung ist, sofern es die Zeit zulässt, hier zu übernachten und mindestens 2-3 Tage zu verbringen. Wenn ihr weniger Zeit habt, könnt ihr problemlos einen Tagesausflug aus Reykjavík dorthin unternehmen. Es lohnt sich auf alle Fälle. Das Faszinierende dieser Halbinsel liegt in der sich ständig ändernden Natur und Wetterlage. Fährt man eben noch durch dicke Nebel, eingekesselt zwischen hohen Bergen, bricht wenige Minuten später die Sonne atemberaubend durch das dicke Wolkenband und zaubert einen Regenbogen nach dem anderen über das sich weitende Land

Die Straße der Rundtour ist durchgehend asphaltiert und lässt sich mit einem normalen Mietauto problemlos befahren. Eine Ausnahme bildet der Abstecher zum Svörtuloft Leuchtturm. Dorthin führt eine Schotterpiste auf der ihr nur langsam voran kommt und auf Steinschlag achten müsst.

Snæfellsnes Impressionen

Kirkjufell - Der „Kirchberg“ im Norden der Snæfellsnes Halbinsel
Regenbogen an der Küste von Arnarstapi
Londrangar und rechts im Hintergrund der Leuchtturm von Malarrif
Der Svörtuloft Leuchtturm
Die schön gelegene Ingjaldshólskirkja
Die Bárðar Saga Snæfellsáss
                                        Statue und links dahinter der Stapafell bei Arnarstapi
Der Gatklettur Felsbogen bei Arnarstapi
Der markante Gipfel des Snæfellsjökull und dazwischen die Teilnehmer der Pistenraupentour
Muscheln am Djúpalónssandur
Markante Felsformationen am Djúpalónssandur
Dritvik Djúpalónssandur, fotogener schwarzer Sandstrand  eines gestrandeten Schiffes
Die schwarze Búðakirkja

Anfahrt von Reykjavík

Will man alle hier genannten Punkte anfahren, beträgt die reine Fahrtzeit für die 190 km ca. 3 Std. 20 Min. Hin- und Rückfahrt von Reykjavík zum Startpunkt der Rundtour schlagen zusätzlich mit jeweils knapp 2 Stunden zu Buche. Zusammen genommen sind das 7 Stunden 30 Minuten Autofahrt für einen Tagesausflug aus Reykjavík. Je nach Jahreszeit solltet ihr euch informieren wieviel Tageslicht zu erwarten ist. Während es am 21. Dezember nur von 11:22 - 15:29 Uhr überhaupt ein bißchen hell wird, könntet ihr mn am 21. Juni theoretisch von 02:55 - 00:03 Uhr nahezu 21 Stunden Sehenswürdigkeiten besuchen.

Einschränkend kann im Winter hinzukommen, dass einige Strassenabschnitte gesperrt oder nur schwer zu befahren sind. Es lohnt sich am Tag vor der Tour die aktuelle Lage unter folgenden Links abzufragen.

Wichtige Links für die Fahrt

Je nach tagesaktuellen Rahmenbedingung könnt ihr euch aus den Aktivitäten wetter- und zeitabhängig eine für euch passende Tour zusammenstellen.

  • Startpunkt, Kreuzung 54 (Snæfellsnesvegur) mit 56 (Vatnaleið) (64°50'57.0 "N 22°43'57.2"W) Startpunkt

    Die Bushaltestelle Vegamót ist sowohl der Start- als auch Endpunkt der Tour. Hier treffen die Straßen 54 und 56 aufeinander. Eigentlich ist es egal in welche Richtung man startet, beide haben ihre Reize. Mir persönlich gefällt es besser zuerst auf der 54 Richtung Norden zu fahren. Erstens hat man eine landschaftlich faszinierende Anfahrt über die Kolgrafafjörður Brücke nach Grundarfjörður und den dahinterliegenden Kirkjufell. Zweitens liegen die Sehenswürdigkeiten am Ende der Tour dichter zusammen, so dass man flexibler ist in dem was man zusätzlich ansehen kann.

    Snæfellsnes - Karte der Highlights im  Nordwesten (Vatnaleið, Kirkjufell, Ingjaldshólskirkja, Svörtuloft, Saxhóll)
    Snæfellsnes - Karte der Highlights im Nordwesten (Vatnaleið, Kirkjufell, Ingjaldshólskirkja, Svörtuloft, Saxhóll)
  • 1 - Vatnaleið, Aussichtspunkt (64°56'31.3"N 22°54'14.9"W) 13,5 km | 10 min

    Bei einem Tagesausflug aus Reykjavík ist der unscheinbare Parkplatz am Vatnaleið eine gute Möglichkeit sich nach der langen Fahrt die Füße zu vertreten. Über einen Trampelpfad gelangt ihr in wenigen Minuten zum Sheep's Waterfall. Da der Ort noch ein Geheimtipp ist, seid ihr normalerweise alleine hier und könnt ungehindert das beindruckende Panorama der umliegenden Berge genießen oder - für Mutige - hinter dem Wasserfall hindurch laufen.

  • 2 - Kirkjufell, Aussichtspunkt (64°55'18.9"N 23°17'03.9"W) 25,6 km | 25 min

    Über die Kolgrafafjörður Brücke überquert ihr den landschaftlich beeindruckenden Fjord und nähert euch allmählich dem Ort Grundarfjordur und somit dem Kirkjufell. An dieser Stelle der Tour gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Parkplatz, von dem ihr einen schönen Blick auf den 'meistfotografierten Berg' Islands habt.

  • 3 - Kirkjufell, Parkplatz (64°55'19.8"N 23°17'06.9"W) 1,2 km | 2 min

    Nur zwei Minuten nach dem Aussichtspunkt findet ihr genau gegenüber des Kirkjufell auf der linken Seite einen Parkplatz. Über einen kleinen Anstieg, der bei Regen auf Grund der verlegten Plastikgitter leider ziemlich rutschig sein kann, gelangt ihr zu zwei kleinen, ca. 5 m hohen Wasserfällen (Kirkjufellsfoss). Das 'berühmte' Foto könnt ihr dann auf der anderen Seite der Fälle machen. Weitere Informationen und Bilder findet ihr im Blog: Kirkjufell

  • 4 - Ingjaldshólskirkja, schöne Kirche (64°54'30.0"N 23°51'07.9"W) 33,6 km | 33 min

    Jetzt gibt es wieder einen längeren Fahrtabschnitt zu meistern. Für Fotografen liegt allerdings ein schönes Motiv nur 1 km von der Útnesvegur Richtung Landesinnere entfernt. Für eine Aufnahme der Ingjaldshólskirkja muss man nur ca. 5 Min zusätzliche Fahrt in Kauf nehmen (je 1,1 km hin und zurück) und wird mit folgendem Motiv belohnt.

  • 5 - Svörtuloft, Leuchtturm (64°51'50.8"N 24°02'18.8"W) --- | ---

    Um den dunkelorangenen Leuchtturm, der beeindruckend am Rande der Klippen liegt, zu sehen, muss man die geteerte Útnesvegur verlassen und auf eine Schotterpiste wechseln. Die Abzweigung befindet sich hier (64°53'31.8"N 23°57'41.4"W). Es sind 5,6 km bis zum Ziel. Auf Grund des schlechten Bodenbelags muss man allerdings mindestens 30 Minuten (hin und zurück) einplanen. Die Strecke ist mit einem normalen Mietwagen durchaus zu bewältigen, wenn auch langsam.

    Auf dem Weg zum Leuchtturm liegt der Skarðsvík Strand (64°52'51.5"N 23°59'08.1"W). Wenn ihr genügend Zeit habt, lohnt sich ein Abstecher. Im Gegensatz zu den meist schwarzen Sandstränden Islands ähnelt Skarðsvík mit seinem hellen, feinen Sand eher einer mediterranen Küste. Das aquamarin-türkisfarbene Wasser bildet einen wunderschönen Kontrast zur umgebenden schwarzen Vulkanlandschaft.

  • 6 - Saxhóll, Vulkankrater (64°51'03.9"N 23°55'28.2"W) 13,7 km | 14 min 14 Min. (13,7 km)

    Saxhóll ist ein markanter, 109 Meter hoher Vulkankrater. Der Weg zum Gipfel ist zum großen Teil mit Stufen (fast 400) ausgebaut und leicht zu bewältigen. Ihr werdet ungefähr 5-10 Minuten für die 60 Höhenmeter benötigen und und mit einer wunderschönen Aussicht auf die Landschaft belohnt. Oben angekommen kann man noch einen Teil des Kraterrandes umrunden bevor man sich an den Rückweg macht.

    Snæfellsnes - Karte der Highlights im Südwesten (Djúpalónssandur, Vatnshellir, Lóndrangar, Malariff, Gatklettur, Rauðfeldsgjá, Búðakirkja, Bjarnarfoss, Ytri Tunga)
    Snæfellsnes - Karte der Highlights im Südwesten (Djúpalónssandur, Vatnshellir, Lóndrangar, Malariff, Gatklettur, Rauðfeldsgjá, Búðakirkja, Bjarnarfoss, Ytri Tunga)
  • 7 - Djúpalónssandur, fotogener schwarzer Sandstrand (64°45'13.5"N 23°53'42.4"W) 13,7 km | 13 min

    Djupalonssandur ist ein wunderschöner schwarzer Lavastrand. Die kleinen schwarzen glatten Kieselsteinen (Djúpalónsperlur - Perlen von Djúpalón genannt) machen ihn einzigartig. Eine Reihe mystischer Felsen tauchen aus dem Nichts auf, umtost von der gefährlichen Brandung des Atlantiks. Diese wurde im März 1948 dem englischer Trawler The Epine GY7 zum Verhängnis, als ein Schneesturm das Schiff zerstörte. Vierzehn Männer kamen ums Leben und nur fünf konnten gerettet werden. Die rostigen Teile stehen heute unter Denkmalschutz und ihr könnt sie über den Stand verteilt, entdecken.

  • 8 - Vatnshellir, Höhle (64°44'50.2"N 23°48'57.9"W) 5,4 km | 7 min

    Hier gelangt ihr hinab ins Erdreich zu einer der ältesten (ca. 8.000 Jahre) Lavahöhlen Islands. Nur im Schien der eigenen Taschenlampe führt eine Wendeltreppe hinab in die Tiefe zu den vorhandenen 3 Kammern. Die Begehung ist nur mit Führung möglich.

  • 9 - Lóndrangar, Felsnadel im Meer (64°44'50.2"N 23°48'57.9"W) 2,2 km | 2 min

    Es sind nur wenige Meter zum Viewpoint Lóndrangar. Zwei Felsnadeln, bei denen es such eigentlich um erodierte Vulkanschlote handelt, liegen vor der wild zerklüfteten Küste. Ein Traum für zahlreiche Seevögel um in den schroffen Felsen ihre Nistplätze einzurichten. Von Lóndrangar führt ein Wanderweg mitten durch die raue Küstenlandschaft zum nur wenige hundert Meter entfernten Leuchtturm Malarrif.

  • 10 - Malariff, Leuchtturm (64°43'50.3"N 23°48'10.7"W) 2,2 km | 2 min

    Ihr könnt diesen Leuchtturm mit angegliedertem Besucherzentrum entweder per Auto oder zu Fuß als kurze Wanderung - ausgehend von Lóndrangar - erreichen. Der seit 1946 in Betrieb befindliche Leuchtturm liegt an einem schwarzen Lavasand mit fotogener Felsformation. Allerdings ist es immer eine gute Idee das Meer auch beim Fotografieren im Blick zu behalten. Wie überall in Island lauern auch hier lebensgefährliche Sneaker Waves.

  • 11/12 - Stapafell - Gatklettur, Felsbogen im Meer - Arnarstapi (64°46'01.8"N 23°37'21.1"W) 8,2 km | 8 min

    Vom Parkplatz gut sichtbar, wird man von der Bárðar Saga Snæfellsáss Statue (Saga des Bárður, dem guten Geist vom Berg Snæfell) empfangen. Von hier läuft man ein paar Minuten linker Hand, bis man den bemoosten und manchmal von wilder Brandung umtosten Lavasteinbogen Gatklettur 64°46'04.0"N 23°37'03.3"W Vom Aussichtspunkt könnt ihr entweder ein Stück weiter geradeaus zum Hafen spazieren oder ihr wendet und beginnt die beeindruckende Küstenwanderung nach Hellnar. Vom Aussichtspunkt sind es ca. 3 km (einfach) entlang der Klippen. Weitere Informationen zur Wanderung und den Sehenswürdigkeiten findet ihr im Blogbeitrag: Arnarstapi

  • 13 - Rauðfeldsgjá, Schlucht (64°47'53.5"N 23°38'15.4"W) 4,3 km | 5 min

    Es gibt einen kleinen Parkplatz abseits der Straße. Von dort erreicht man nach ca. 500 m einen Aussichtspunkt mit einem wunderschönen Blick auf die Landschaft. Durch einen Felsspalt geht es neben einem Bach in die sehr enge Schlucht hinein. Ab hier braucht ihr wasserdichte Schuhe und Regenbekleidung.

  • 14 - Snæfellsjökull, Vulkan

    Lust den Gipfel des Snæfellsjökull zu erklimmen? 8 km östlich von Arnarstapi bei Stóri-Kambur habt ihr die Möglichkeit dazu. Einerseits bequemen mit einer 2,5- stündigen Pistenwalzentour andererseits zu Fuß, als 8-stündige geführte Bergwanderung. Weitere Informationen im Blog: Snæfellsjökull

  • 15 - Búðakirkja, Schwarze Kirche (64°49'19.0 "N 23°23'05.1"W) 14,8 km | 14 min

    Eines der beliebtesten Motive erwartet euch hier. Zu jeder Jahreszeit ein Highlight ist die scharze Búðakirkja. Im Mai hatte ich sogar das Glück, dass gerade eine Hochzeit stattfand. Während ich dick vermummt durch die Gegend lief, trafen die Hochzeitsgäste bei 4°C in leichter Sommerbekleidung ein. Ja, die Sonne strahlte, aber sie wärmte nicht - zumindest nicht Festlandseuropäer.

  • 16 - Bjarnarfoss, Wasserfall Aussichtspunkt (64°50'33.7"N 23°24'10.7"W) 3,4 km | 6 min

    Der Bjarnarfoss mit seiner Fallhöhe von 79 m ist nicht gerade der Spektakulärste seiner Art, aber er rundet das Gesamtpakt Snæfellsness ab. Über einen kurzen, steilen Hang steigt ihr zum Fuße des Falls auf. Je nach Jahreszeit (z.B. Schneeschmelze) stürzt hier mehr oder weniger Wasser über Basaltsäulen in die Tiefe.

  • 17 - Ytri Tunga, Strand Seelöwen (64°48'13.5"N 23°04'51.7"W) 17,5 km | 15 min

    Als letzten Punkt und Abschluss der Rundtour bietet es sich an bei der Robbenkolonie am goldenen Strand in der Nähe der Farm Ytri-Tunga vorbei zu schauen. Die beste Zeit, um dort Robben zu sehen, ist Juni und Juli.

  • Endpunkt, Kreuzung 54 (Snæfellsnesvegur) mit 56 (Vatnaleið) (64°50'57.0"N 22°43'57.2"W) Endpunkt 20 km | 16 min

    Die Rundreise endet wo sie begonnen hat - an der Bushaltestelle Vegamót.


Rückfahrt nach Reykjavík

Für die Rückfahrt nach Reykjavík werdet ihr je nach Lage eurer Unterkunft um die 2 Stunden benötigen. Wem das Fahren zu anstrengend ist oder wer gerne zusätzlich viel über Land und Leute erfahren möchte, findet natürlich eine scheinbar unendliche Zahl von organisierten Tagesausflügen. Hier eine kleine Auswahl: