Grandi, der alte Hafenbezirk in Reykjavík

Das ehemalige Industriegebiet hat sich in den letzten Jahren zu einem der angesagtesten Gegenden von Reykjavik entwickelt. Mit kleinen Läden, Museen und einigen der besten Restaurants lockt es immer mehr Touristen an. Mittlerweile gilt es auch über Landesgrenzen hinaus als wichtige kulturelle Einrichtung. Die meisten fischverarbeitenden Betriebe haben sich in der Zwischenzeit im neuen Hafen von Skarfabakki angesiedelt. Heute ist der alte Hafen vorwiegend von Booten bevölkert, welche zu den beliebten Whalewatching- oder Papageientaucher-Touren starten. Doch ab und zu sieht man dennoch einen von den großen Fischkuttern wie sie am Ende des Tages mit ihrem Fang in den alten Hafen zurückkehren.

Sehenswürdigkeiten und die Museumsmeile rund um die Harpa

  • Grandi, der alte Hafen Übersicht

    Zwischen Harpa und Þúfa, dem grüne Grashügel, erstreckt sich das alte Hafengebiet. Steht man an der Konzerthalle, wirkt es wie ein Katzensprung zum gegenüberliegenden Hügel. Allerdings sind es zu Fuß fast 3 km und somit 40 Minuten bis man dorthin gelangt. Die letzten 1,5 km führen durch das Industriegebiet der fischverarbeitenden Betriebs HB Grandi und sind nicht besonders ansprechend. Wer einen Mietwagen hat, dem empfehle ich diesen für den letzten Abschnitt zu nutzen und direkt zu dem Parkplatz vor dem Þúfa zu fahren.

    Rund um den alten Hafen gibt es  gibt es viel zu sehen
    Rund um den alten Hafen gibt es viel zu sehen
    Links die Harpa, rechts Þúfa, der grüne Grashügel und dazwischen der Hafen
    Links die Harpa, rechts Þúfa, der grüne Grashügel und dazwischen der Hafen

    Die Hafeneinfahrt wird von zwei gelben Leuchttürmen markiert auf denen oft Angler zu finden sind.

    Die Hafeneinfahrt von Reykjavik. Im Hintergrund Hallgrimskirkja und Harpa.
    Die Hafeneinfahrt von Reykjavik mit den beiden gelben Leuchttürmen. Im Hintergrund Hallgrimskirkja und Harpa.
  • Harpa Konzerthaus, Austurbakki 2, 101 Reykjavík, Island Startpunkt

    Einen Hafenrundgang beginnt man am besten an der Harpa, dem Opern- und Konzerthaus im Hafen von Reykjavík. Der Name war der Gewinner eines Wettbewerbs, bei dem es unter anderem auch darum ging, dass das Wort in den meisten Sprachen einfach auszusprechen sein sollte :). So ist Harpa einerseits das isländische Wort für 'Harfe' und andererseits ein Monat im alten nordischen Kalender, dessen erster Tag gleichzeitig den ersten Tag des Sommers und dadurch den Beginn der helleren Jahreszeit kennzeichnet.

    Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann gegen eine Gebühr (die für europäische Verhältnisse angenehm preiswert ist) bequem in der Tiefgarage parken. Harpa, Miðborg, 101 Reykjavík, Island 64°09'01.5"N 21°55'56.2"W

    Für Interessierte finden unterschiedliche Führungen durch das Opern- und Konzerthaus statt. Ansonsten kann man in dem futuristischen Gebäude einfach gemütlich durch die Läden schlendern, die spannende Architektur auf sich wirken lassen, den Ausblick auf die Bucht und die gegenüberliegenden Berge genießen oder in einem der Restaurants den Hunger stillen. Etwas versteckt im zweiten Untergeschoss findet man Iceland in a Box: A Visual Tour. Ein 15-minütiger Film, der zur Weltausstellung in Shanghai 2010 konzipiert wurde und alle 30 Minuten gezeigt wird.

    Harpa innen architektonischen Strukturen
    Im Inneren beeindruckt das Gebäude durch seine architektonischen Strukturen und Offenheit über mehrere Ebenen
    Der Eingang zum zum Kultur- und Kongresszentrum Harpa führt über eine Wasserfläche
    Der Eingang zur Harpa
    Harpa Hafenseite Reykjavik
    Das Wasser spiegelt sich in der Fassade
    Ausblick durch die buntverglasten Fenster auf eine Bergkette
    Ausblick durch die buntverglasten Fenster auf die Berge
    Island Reiten schwarzer Strand
    Über mehrere Ebenen erstrecken sich die Zugänge zu den Sälen
  • Volcano House 800 m | 10 min

    Volcano House, Iceland, Tryggvagata 11, 101 Reykjavík
    "Hands-on" Vulkanismus. Das Volcano House bietet kostenfrei die Möglichkeit viele verschiedene Lava, Bimsstein und Aschearten aus berühmten Eruptionen zu ertasten. Die meisten Ausstellungsstücke - auch die Halbedelsteine - dürfen berührt werden. Zusätzlich kann man stündlich kostenpflichtig eine Dokumentation über die zwei berühmtesten isländische Vulkaneruptionen ansehen.

    • Eyjafjallajökull 2010 - der Tag, an dem die Erde stillstand (oder zumindest der Tag, an dem Europa nicht flog…)

    • Westman Island 1973

  • Aurora Reykjavík - The Northern Lights Center 600 m | 8 min

    Aurora Reykjavík, Grandagarður 2, 101 Reykjavík

    Für alle, die im Sommer Island besuchen oder für jene, die in der dunklen Jahreszeit das Pech hatten noch keine Nordlichter zu sehen, bietet das Aurora Reykjavík eine Alternative. Die Ausstellung bietet Interessantes über die Entstehung der Polarlichter, interaktive Displays, ein VR Erlebnis mit dem man im 360 °C Rundblick Nordlichter erleben kann, Infos rund um das Fotografieren von Nordlichtern und einen 20 minütigen Film.
    Tipp: 10% bei einer online Buchung sparen mit dem Promo Code AURORAREYKJAVIK

  • Saga Museum 70 m | 1 min

    Saga Museum , Grandagarður 2, 101 Reykjavík
    Ein kleines Museum, das in 17 Exponate die Sagen und Geschichte Islands veranschaulicht. Ein Audioguide führt durch die mit menschengroßen Wachsfiguren nachgestellten Szenen. Am Ende des Museums kann man sich als Wikinger mit Helmen, Schwertern, Kettenhemden verkleiden und fotografieren lassen.
    Tipp: Ein interessantes 'Making of' des Museums

  • Hafen Impressionen
    Fish & Chips für den Hunger zwischendurch im Hafen von Reykjavik
    Fish & Chips
    Höfn - ESSEN iM HAFEN MIT einer HERRLICHER AUSSICHT
    Höfn, ein Restaurant im Hafen
    Fischkutter von Reykjavik
    Fischkutter
    Ausflugsboot im Hafen von Reykjavik
    Ausflugsboot
    Harpa Hafenseite Reykjavik
    Die Hafenseite der Harpa
  • Maritime Museum 140 m | 2 min

    Maritime Museum - Schifffahrtsmuseum, Grandagarður 8, 101 Reykjavík
    Der Fischfang war viele Jahrhunderte eine der wichtigsten Lebensgrundlagen der Isländer. Passend dazu ist das Reykjavík Maritime Museum in einer ehemaligen Fischgefrieranlage untergebracht. Es beinhaltet unter anderem eine Ausstellung zu den Kabeljaukriegen, zur Verarbeitung von Fischen, diverse Schiffsmodelle und die historische Entwicklung der Fischerei. Im Außenbereich an der Anlegestelle neben dem Museum liegt das Küstenwachen Schiff Óðinn, welches 3-mal täglich (extra Kosten) mit einer Führung besichtigt werden kann.
    Tipp: Bei einer Anmeldung für den Newsletter erhält man 15% Rabatt auf den Eintrittspreis für das Museum.

  • Whales of Iceland 350 m | 4 min

    Whales of Iceland, Fiskislóð 23-25, 101 Reykjavík

    Das Whales of Iceland ist eine Ausstellung lebensgroßer Walmodelle. Angefangen beim Schweinswal bis hin zum riesigen Blauwal werden alle 23 in isländischen Gewässern vorkommenden Arten gezeigt.
    Tipp: Das Museum betreibt einen informativen Blog und behandelt dort Themen wie "Haben Wale Haare?" oder "Wussten Sie, dass einige Walmütter mit ihren Kälbern 'flüstern', um nicht entdeckt zu werden?"

  • Omnom Schokoladenfabrik 400 m | 5 min

    Omnom Chocolate Factory, Hólmaslóð 4, 101 Reykjavík

    Der Duft frisch gerösteter Kakaobohnen begleitet einen Besuch in der weltweit bekannten OMNOM Schokoladenfabrik. International ausgezeichnet wurde die Marke für seine qualitativ hochwertigen und oftmals mutigen Zutatenkombinationen. Von den beiden Schulfreunde Óskar Þórðarson und Kjartan Gíslason gegründet, besteht die Firma seit 2013.
    Tipp: Über den Produktionsprozess aus hochwertigen Edelkakaobohnen sowie Informationen rund um die Entwicklung neuer Produkte kann man sich in einem 17-minütigen Video hier ansehen.
    Tipp: In dem an die Fabrik angegliederten Shop kann man nach Herzenslust Schokolade probieren. Wer möchte, kann natürlich auch an einer Führung durch die Fabrik teilnehmen. Führung durch die OMNOM Schokoladenfabrik direkt bei OMNOM buchen.

  • Marshallhúsið 350 m | 4 min

    Marshallhúsið, Grandagarður, 101 Reykjavík

    Das Marshallhúsið ist ein 2017 eröffnetes Kulturzentrum. Es beheimatet das Living Art Museum sowie die Galerie Kling & Bang und das Studio Ólafur Elíasson welches mit interessanten, wechselnden Ausstellungen beeindruckt. Kunstliebhaber informieren sich am besten vorab, welche Künstler in den Galerien gerade präsentiert werden.

  • Þúfa 300 m | 4 min

    Þúfa, was einfach Grashöcker heißt, ist ein markanter, kugelrunder, künstlich angelegter Hügel im alten Hafen von Reykjavik. Der Hügel wurde von der Künstlerin Ólöf Nordal entworfen. In 8m Höhe steht ein kleines Häuschen, in dem (angeblich) Fische getrocknet werden. Angeblich deshalb, weil zu der Zeit meines Besuches der schmale, spiralförmige Weg zur Spitze wegen der Neubepflanzung gesperrt war. So blieb mir der Blick ins Innere und der großartige Ausblick auf den Hafen, die umliegenden Berge und die Bucht von Faxaflói für dieses Mal leider verwehrt.

    Hafen und im Hintergrund der markante, grüne Hügel Þúfa
    Þúfa bekommt im Mai eine neue Schicht Rollrasen...
    Hafen und im Hintergrund der markante, grüne Hügel Þúfa
    ...damit er im August markant und saftig grün das Hafenbild verschönert